Aktuelle Werte

[Most Recent Quotes from www.kitco.com] [Most Recent Quotes from www.kitco.com]

Burnout Syndrom: Ursachen, Symptome, Behandlung

Heutzutage scheint sich die Welt schneller zu drehen als früher. Man hetzt von einem Termin zum nächsten, die Zeit vergeht wie im Flug … Zeitruck, Stress und Hektik bestimmen den Alltag. Das Gefühl der Lustlosigkeit und Gereiztheit wird zum ständigen Begleiter. Hinzu kommen chronische Müdigkeit, Schlafstörungen und das Gefühl allem hilflos ausgeliefert zu sein. Bisher einfachste Alltagsabläufe werden zur Qual. Immer häufiger fühlt man sich abgehetzt und ausgebrannt. Ausgebrannt? Das Gefühl ausgebrannt zu sein, unter so genanntem Burnout zu leiden, erleben immer mehr Menschen.

Galten früher lediglich Menschen in sozialen Berufen als burnout gefährdet, weiß man heutzutage, dass der geistige, körperliche und seelische Erschöpfungszustand jeden treffen kann. Die Ursachen für Burnout sind vielfältig. Sind bei dem einem die Anforderungen und der Stress im Job zu hoch, kann bei einem anderen der Auslöser für Burnout im privaten Umfeld liegen. Diese externen Burnoutgefahren liegen in der Umwelt begründet. Anders als die externen Faktoren liegen die Ursachen für Burnout häufig in persönlichen Eigenschaften. Besonders burnout gefährdet sind Menschen mit Hang zum Perfektionismus oder übertriebenen Ehrgeiz. Gefahren lauern außerdem für Menschen mit „Helfersyndrom“ und permanente „Ja-Sagern“. Warum diese Menschen besonders gefährdet sind, zeigen folgende persönliche Burnoutgefahren:

  • Perfektionismus: Menschen, die überhöhte Anforderungen an sich selbst stellen und immer perfekt in Beruf und Privatleben sein wollen, unterliegen oft der Gefahr, hohe selbstgesteckte Ziele nie zu erreichen und unter der Enttäuschung über sich selbst zu leiden..
  • Übertriebener Ehrgeiz: Ehrgeiz ist grundsätzlich zunächst Karriere fördernd. Sind Menschen aber vom „Ehrgeiz zerfressen“ kehrt sich der positive Effekt des Ehrgeizes schnell ins Gegenteil um. Das Gefühl „nie gut genug zu sein“ schleicht sich ein. Dieses Gefühl hat die Konsequenz, dass diese Menschen sich selbst und anderen immer wieder aufs Neue beweisen wollen, wie gut sie sind. Ohne Rücksicht auf Gesundheit und die eigenen Bedürfnisse.
  • Helfersyndrom: Menschen mit einem ausgeprägten Helfersyndrom haben immer ein offenes Ohr für andere und überfordern dabei ihre eigenen Kräfte mehr, als diese es eigentlich erlauben. Durch die Aufopferung für andere, soll das eigene Selbstwertgefühl gesteigert werden.
  • Ja-Sager: Jasager sind bei Arbeitskollegen und Freunden sehr beliebt, weil sie auch unbequeme Aufgaben übernehmen und Wünsche nie abschlagen. Sie wollen es allen Menschen Recht machen. Dabei machen sie sich allerdings selbst kaputt, denn sie werden schnell für ihr Ja sagen ausgenutzt.

Alarmsignale und Phasen des Burnout

Nicht jeder Mensch mit den genannten Eigenschaften ist zwangsweise ein Burnout Opfer. Es gibt aber eindeutige Alarmsignale, die auf Burnout hindeuten. Dabei unterscheiden Fachleute in verschiedene Phasen des Burnout Prozesses:

  • Phase I – Überengagement: Zu Beginn erscheinen Menschen, die an Burnout leiden, besonders aktiv, dynamisch und neigen dazu überengagiert zu sein. Sie verfallen dabei dem subjektiven Eindruck unentbehrlich zu sein und keine Zeit mehr für eigene Bedürfnisse zu haben.
  • Phase II – Erschöpfung: In Phase II führt das Überengagement zu einem unvermeidlichen Erschöpfungszustand. Es drohen Stimmungsschwankungen, aber auch körperliche Schwächen wie Müdigkeit oder vermehrtes Auftreten von Erkältungen. Beim Betroffenen entsteht der Eindruck überfordert zu sein und nichts mehr zu schaffen.
  • Phase III – Resignation: In Phase III verfällt der Betroffene in Resignation. Er ist entmutigt und frustriert. Häufig erkennt man Burnout geplagten Menschen in ihrem Verhalten kaum wieder.
  • Phase IV – Konsequenzen: Der wachsende Druck hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und die Motivation. In Phase IV kommt es häufig zu Problemen in der Partnerschaft, Familie und im Beruf.
  • Phase V – Ende: Werden keine entgegenwirkenden Maßnahmen getroffen, verfallen die Burnout Geplagten häufig in Depressionen oder neigen zu Schlaflosigkeit. In schweren Fällen leiden die Betroffenen unter starken, seelischen Beschwerden, die sich in körperlichen Beschwerden umwandeln, so genannte psychosomatische Beschwerden.

Burnout vorbeugen oder behandeln

Vorbeugend sollte eine unzufriedene Situation genau analysiert werden. Belastende Umweltfaktoren und die eigenen Bedürfnisse sollten betrachtet, unrealistische Vorstellungen und überhöhte Ansprüche an sich selbst abgelegt werden. Keine Situation ist ausweglos. Betroffene sollten bewusst nach Alternativen und Lösungen suchen und dabei auch keine Gespräche mit Familie, Freunden, Kollegen und Vorgesetzten scheuen.Eine gesunde Lebensweise und ausreichend Schlaf unterstützen einen belasteten Körper wieder in ein Gleichgewicht zu finden. Sportliche Aktivitäten und Hobbies helfen Frust abzubauen und seelischen, sowie körperlichen Ausgleich zu finden. Ganz wichtig: soziale Kontakte pflegen!Ein offenes Gespräch, um den „Kummer von der Seele“ zu sprechen wirkt befreiend und eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit für neue Sichtweisen und Perspektiven.

Ist das Burnout Syndrom zu weit vorgeschritten hilft eine Therapie. Effektive Alternative ist eine individuelle Verhaltenstherapie, die Unterstützung bei der Einteilung von Aufgaben bietet und eine sinnvolle Zeitplanung ermöglicht. Wirksam sind in diesem Zusammenhang auch Entspannungstraining zum Beispiel in Form von Yoga oder Autogenem Training. Ausführliche Informationen und Kontaktadressen finden Betroffene zum Beispiel im Internet bei der Burnout Fachberatung.

Einen Kommentar schreiben