Tipps zum Vorstellungsgespräch – der erste Eindruck zählt
Wer kennt das nicht: Bewerbungen schreiben, abschicken, auf Antwort warten.Nach ein paar Wochen des Wartens dann endlich eine positive Reaktion, die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Die erste Hürde auf dem Weg zum neuen Job ist damit genommen, doch wie geht es weiter? Jetzt kommt es darauf an einen positiven, ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch zu hinterlassen und durch souveränes Auftreten zu punkten.
Erfolgsfaktoren für Vorstellungsgespräche
Viele Tipps zum Thema Vorstellungsgespräch beschäftigen sich mit den inhaltlich korrekten Fragen und Antworten während des Gespräches. Sicher ist eine systematische Vorbereitung auf das Unternehmen und den Gesprächspartner vorab sehr wichtig und auch das pünktliche Erscheinen zum Vorstellungsgespräch ist eine Grundvoraussetzung. Warum aber wirken manche Menschen auf Anhieb sympathischer? Warum haben manche Bewerber hervorragende Qualifikationen und scheitern trotzdem am Vorstellungsgespräch? Auf diese Fragen gibt es eine einfache Antwort: Das Gehirn fällt innerhalb von Sekunden eine Entscheidung. Sympathisch oder nicht, gepflegt oder ungepflegt, gut oder schlecht, geeignet oder ungeeignet? Dem Bewerber bleiben nur wenige Augenblicke, um den ersten Eindruck mit den richtigen Informationen zu füttern. Bewerber können mit bestimmten Erfolgsfaktoren gezielt darauf einwirken, dass der Personalleiter die ersten Sekunden des Vorstellungsgesprächs in positiver Erinnerung behält.
Erfolgsfaktor äußere Erscheinung
- Checkliste zum äußeren Erscheinungsbild:
- angemessene Kleidung (Dresscode beachten!)
- figur- und typgerechte Kleidung
- gepflegte, saubere Erscheinung
Grundsätzlich gilt zunächst: Personalleiter oder Geschäftsführer sind auch nur Menschen, deren Gehirn in den ersten Sekunden auf das äußere Erscheinungsbild des Gegenübers reagiert. Das ist natürlich besonders in einem Vorstellungsgespräch der Fall. Daher sollte der Bewerber seinem Äußeren vor dem Bewerbungsgespräch etwas Zeit widmen. Im Bewerbungsgespräch gilt die alte Grundregel „Kleider machen Leute“. Trägt der Bewerber zum Vorstellungsgespräch Kleidung die seiner Figur schmeicheln und dem Anlass entsprechend sind, unterstützt das ein souveränes Auftreten. Die Bekleidung sollte am besten nach den im Unternehmen herrschenden Erwartungen gewählt werden. Gibt es einen Dresscode, sollte sich der Bewerber von Anfang an daran halten und im Bewerbungsgespräch mit Anzug oder Kostüm erscheinen. Grundsätzlich sollte die gewählte Kleidung dezent und geschmackvoll sein. Verbreitet der Bewerber zusätzlich einen angenehmen Duft, sind seine Haare frisch gewaschen, die Hände gepflegt und sauber? Wenn ja unterstreicht er damit sein Interesse am Vorstellungsgespräch.
Erfolgsfaktor Ausstrahlung
- Checkliste zur Stärkung der Ausstrahlung:
- sich der Stärken bewusst werden
- im Hier und Jetzt leben, negative Gedanken über vergangene Misserfolge bewusst ausblenden
- etwas Mut zum Risiko, Hemmungen hinterfragen
- auf die Körperhaltung achten
- Entscheidungsfreude – Entscheidungen nicht auf die lange Bank schieben
- Begeisterung, Erfolgsmomente bewusst ausleben und in Erinnerung rufen
- Initiative und Engagement
- Standpunkte souverän vertreten
Menschen, die eine anziehende und sympathische Ausstrahlung besitzen sind erfolgreicher als andere. Die Ausstrahlung beruht in erster Linie auf die eigenen Gefühle und Gedanken. Sind die Gedanken des Bewerbes von Beginn an negativ, werden auch die Reaktionen im Vorstellungsgespräch auf ihn negativ sein.
Der Bewerber sollte sich vorab bewusst in eine positive Grundstimmung versetzen, um auch positiv „rüberzukommen“. Positives Denken für eine positive Ausstrahlung ist gar nicht so schwer. Mit ein bisschen Übung ist es möglich quasi auf Kommando mit den Augen zu strahlen und der Stimme einen freundlichen Unterton zu verleihen. Sie müssen sich nicht unbeschwert und glücklich fühlen, wenn Sie gerade einen derart wichtigen Termin wie ein Vorstellungsgespräch wahrnehmen… aber eine bewusste Beeinflussung und Steuerung der eigenen Grundstimmung hat nichts mit falscher oder aufgesetzter Ausstrahlung zu tun. Nervös dürfen Sie sein, aber der Glaube an die eigenen Fertigkeiten sollte schon groß genug sein, um “angenehm” und selbstbewusst in einem Vorstellungsgespräch aufzutreten.
Erfolgsfaktor „Chemie“
- Checkliste zur Chemie:
- genau hinsehen
- aufmerksam zuhören
- offene und positive Einstellung
- auf den Gesprächspartner eingehen
- auf die Situation konzentrieren
Jeder kennt das Gefühl, wenn die „Chemie stimmt“ und sich Menschen auf Anhieb sympathisch sind. Bewerber die gut ankommen wollen, müssen genau hinsehen und aufmerksam zuhören. Es reicht also nicht aus, im Vorstellungsgespräch nur die im Kopf mehrfach durchgespielten möglichen Informationen anzubieten, sondern vor allem nicht nur darauf zu achten, was der Gesprächspartner sagt, sondern auch, was er hören möchte.
Die „Chemie“ stimmt nur dann, wenn der Bewerber sein Gegenüber wahrnimmt und auf ihn eingeht. Ob der Bewerber gut ankommt, liegt weitgehend daran, welche Einstellung er gegenüber dem Personalleiter zeigt und ob es ihm gelingt, eine persönliche Beziehung aufzubauen.
Erfolgsfaktor Authentizität
- Checkliste zur Authentizität:
- Persönlichkeit zeigen, ohne arrogant zu wirken
- die Körpersprache unterstreicht das Gesagte
- Fragen wahrheitsgetreu beantworten
Bewerber sollten Persönlichkeit zeigen. Je authentischer ein Bewerber ist, umso mehr Vertrauen wir ihm entgegen gebracht. Bewerber sollten sich mit den zu erwartenden Fragen beschäftigen, aber individuell antworten und keine vorgefertigten Formulierungen verwenden. Wichtig dabei ist es vor allem, im Vorstellungsgespräch authentisch und ehrlich rüberzukommen. Die Authentizität entscheidet über den Erfolg des Bewerbungsgespräches. Dabei sollten etwa der Gesichtsausdruck und die Körperhaltung die gleiche Sprache sprechen, wie das eigentlich Gesagte.
Selbst „brenzlige“ Fragen sollten wahrheitsgetreu beantwortet werden und vielleicht sogar im Voraus angesprochen und positiv verpackt werden. Bewerber, die das beherzigen, können vielleicht sogar vorab schon einen schlechten Eindruck vermeiden. Die Persönlichkeit des Bewerbers sollte positiv selbstverständlich erscheinen, ohne dabei arrogant zu wirken. Es ist daher keine schlechte Idee, ein Vorstellungsgespräch tatsächlich mit vertrauten Personen vorab zu “proben”. Nicht, um herauszufinden, ob man die richtigen Sätze zur rechten Zeit sagen kann oder um alle möglichen und undenkbaren Szenarien und die passenden Reaktionen vorher einstudiert zu haben. Es geht vielmehr darum anschließend erfragen zu können, ob man noch “wie man selbst gewirkt” hat oder ob die Verwandlung in einen Bewerber allzu viele offenkundigen (sprich: durchschaubaren) Veränderungen im Verhalten mit sich gebracht hat.

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Am 14. Februar 2011 um 12:18 Uhr
Ist sehr interessantund istsehr gut geschreiben top